Der Onlinehandel befindet sich 2026 in einer Phase des Umbruchs. Während große Plattformen über Jahre hinweg den Markt dominiert haben, wächst bei Käufern und Verkäufern gleichermaßen das Bedürfnis nach fairen, transparenten und kalkulierbaren Alternativen. Die Frage lautet nicht mehr, *ob* es Alternativen gibt, sondern welche Plattform langfristig sinnvoll ist.
Zwei Marktplätze stehen dabei sinnbildlich für unterschiedliche Welten:
der globale Konzern Amazon und der provisionsarme Online-Marktplatz jumblees.
Dieser Artikel vergleicht beide Plattformen nüchtern, sachlich und aus Sicht von Käufern und Verkäufern – ohne Schönfärberei, ohne pauschales Bashing.
Darum sollte man alternative Marktplätze mit Amazon vergleichen
Ein Vergleich zwischen Amazon und jumblees ist notwendig, weil sich die Rahmenbedingungen im Onlinehandel 2026 grundlegend verändert haben. Käufer und Verkäufer stehen vor immer komplexeren Entscheidungen, steigenden Kosten und wachsender Abhängigkeit von einzelnen Plattformen. Nur ein sachlicher Vergleich zeigt, welche Unterschiede es bei Gebühren, Transparenz, Kontrolle und Fairness gibt – und welche Plattform langfristig wirklich zum eigenen Bedarf passt.
Zwei Marktplatz-Modelle, zwei Denkweisen
Amazon ist ein hochautomatisiertes, algorithmusgetriebenes System. Ziel ist maximale Effizienz, Skalierung und Umsatzsteigerung. Verkäufer sind Teil eines streng regulierten Ökosystems, Käufer profitieren von Geschwindigkeit und Auswahl – verlieren dabei jedoch oft Transparenz und persönlichen Bezug.
jumblees verfolgt einen anderen Ansatz. Der Marktplatz richtet sich an private und gewerbliche Verkäufer, setzt auf niedrige Gebühren, klare Regeln und direkte Anbietertransparenz. Nicht der Algorithmus, sondern Angebot, Preis und Verkäuferprofil stehen im Mittelpunkt.
Vergleich aus Sicht der Verkäufer
Einstieg & Voraussetzungen
Der Einstieg bei Amazon ist formell einfach, praktisch jedoch anspruchsvoll. Verkäufer müssen sich mit zahlreichen Richtlinien, Produktvorgaben und laufenden Anpassungen auseinandersetzen. Ohne professionelle Produktseiten, Werbebudget und Logistikstrategie ist nachhaltiger Erfolg kaum realistisch.
Bei jumblees ist der Einstieg bewusst niedrigschwellig gehalten. Produkte können ohne komplexe Gebührenmodelle oder verpflichtende Zusatzdienste eingestellt werden. Das gilt sowohl für private als auch für gewerbliche Anbieter.
Gebühren & Kostenstruktur (entscheidender Punkt)
Amazon
Verkäufer auf Amazon zahlen eine Vielzahl an Gebühren:
- Verkaufsprovisionen je nach Kategorie (meist 7–15 %)
- Versand- und Lagerkosten bei Nutzung von FBA
- Werbekosten für Sichtbarkeit
- indirekte Kosten durch Rücksendungen, Erstattungen und Wertverluste
- zusätzliche Gebühren für Zusatzservices
In der Praxis summieren sich diese Kosten häufig auf 20–35 % des Umsatzes – teilweise mehr.
jumblees
jumblees setzt auf ein deutlich schlankeres Modell:
- Private Verkäufer: keine Verkaufsprovision
- Gewerbliche Verkäufer: 1 % Verkaufsprovision
- keine verpflichtenden Werbekosten
- keine Buybox-Abhängigkeit
- keine komplexen Zusatzgebühren
Diese 1 % Provision ist bewusst niedrig angesetzt und dient dem Betrieb und der Weiterentwicklung der Plattform – ohne Verkäufer wirtschaftlich unter Druck zu setzen.
Für Händler bedeutet das: deutlich bessere Planbarkeit und realistische Margen.
Sichtbarkeit & Wettbewerb
Amazon steuert Sichtbarkeit algorithmisch. Die sogenannte Buybox entscheidet oft darüber, wer verkauft – nicht Produktqualität oder Service, sondern Preis, Performance-Kennzahlen und Werbeeinsatz. Das führt zu Preiskämpfen und Margenverfall.
jumblees verzichtet auf ein Buybox-System. Angebote stehen gleichberechtigt nebeneinander. Verkäufer konkurrieren über Preis, Beschreibung, Zustand und Seriosität – nicht über Werbebudget.
Kontrolle & Abhängigkeit
Amazon-Konten können automatisiert gesperrt werden. Einsprüche sind oft langwierig, persönlicher Support selten. Verkäufer besitzen weder ihre Kundendaten noch ihre Reichweite.
jumblees positioniert sich als partnerschaftlicher Marktplatz. Verkäufer behalten Kontrolle über Angebote, Preise und Kommunikation. Die Abhängigkeit von einer einzelnen Plattform ist geringer – ein entscheidender Faktor für langfristige Stabilität.
Vergleich aus Sicht der Käufer
Auswahl & Angebotsstruktur
Amazon bietet eine enorme Auswahl – allerdings häufig mit austauschbaren Produkten, identischen Listings und unklarer Herkunft. Händler bleiben anonym, der günstigste Preis dominiert.
jumblees setzt auf Vielfalt mit Persönlichkeit. Neuware, Gebrauchtprodukte, private Verkäufer und kleine Shops existieren gleichberechtigt nebeneinander. Käufer sehen, von wem sie kaufen.
Vertrauen & Transparenz
Amazon-Bewertungen stehen zunehmend in der Kritik. Manipulationen, gekaufte Rezensionen und unübersichtliche Bewertungsprofile erschweren echte Einschätzungen.
jumblees setzt auf klare Verkäuferprofile, direkte Kommunikation und nachvollziehbare Angebote. Vertrauen entsteht nicht durch Masse, sondern durch Transparenz.
Preiswahrnehmung
Amazon ist preisaggressiv – oft auf Kosten von Qualität und Service. Kurzfristige Schnäppchen stehen langfristigem Frust gegenüber.
Bei jumblees sind Preise realistischer kalkuliert. Käufer zahlen nicht immer den niedrigsten Preis, profitieren dafür aber von direktem Kontakt, klaren Informationen und fairen Rahmenbedingungen.
Nachhaltigkeit & Second-Hand
Nachhaltiger Konsum gewinnt an Bedeutung. Amazon ist auf schnellen Durchsatz von Neuware ausgelegt, Second-Hand spielt eine Nebenrolle.
jumblees integriert Neu- und Gebrauchtware selbstverständlich. Wiederverwendung, lokale Angebote und bewusster Konsum sind fester Bestandteil des Marktplatzes.
Für wen eignet sich welche Plattform?
Amazon eignet sich vor allem für:
- große Händler mit hoher Skalierung
- aggressive Preisstrategien
- Verkäufer mit hohem Werbebudget
- Käufer mit Fokus auf Geschwindigkeit
jumblees eignet sich besonders für:
- private Verkäufer ohne Provisionsdruck
- gewerbliche Verkäufer mit 1 % Verkaufsprovision
- kleine Händler & Nischenanbieter
- Käufer, die Wert auf Transparenz & Fairness legen
Strategischer Ansatz: Kombination statt Abhängigkeit
Viele Verkäufer nutzen Amazon weiterhin als Reichweitenkanal, bauen parallel jedoch alternative Verkaufskanäle auf. jumblees eignet sich hervorragend als provisionsarme Ergänzung oder langfristige Alternative, um Abhängigkeiten zu reduzieren.
Auch Käufer verteilen ihr Kaufverhalten zunehmend auf mehrere Plattformen – je nach Produkt, Preis und Anspruch.
Die Zukunft des Onlinehandels
Der Markt bewegt sich weg von reinen Monopolen hin zu Vielfalt. Nutzer erwarten Wahlfreiheit, klare Kosten und nachvollziehbare Strukturen. Plattformen, die diese Erwartungen erfüllen, gewinnen an Vertrauen.
jumblees steht exemplarisch für diesen Wandel: niedrige Gebühren, transparente Regeln und ein Marktplatz, der Käufer und Verkäufer wieder zusammenbringt.
Größe ist nicht alles – Fairness gewinnt
Amazon bleibt ein mächtiger Akteur. Doch Macht allein schafft kein Vertrauen. Verkäufer brauchen Planbarkeit, Käufer Orientierung.
Mit 0 % Provision für private und nur 1 % für gewerbliche Verkäufer positioniert sich jumblees als faire, realistische Alternative im Onlinehandel 2026.
Nicht jeder braucht Amazon – aber jeder braucht faire Bedingungen.